











Die Grundsätze des Förderkonzeptes wurden am 27.06.07 von der Schulkonferenz unserer Schule beschlossen. Das Förderkonzept wurde nach Erarbeitung in der erweiterten Schulleitung und breiter Diskussion im Kollegium in der Lehrerkonferenz vom Juli 2007 beschlossen.
Eine kurze Darstellung zur Umsetzung des Förderkonzeptes findet man in unserer Schulhomepage unter: www.gymnasium-schwarzenbek.de/Foerdern.968.0.html . Die folgenden Ausführungen orientieren sich am Förderkonzept, das ebenfalls in unserer Schulhomepage bereit steht unter: www.gymnasium-schwarzenbek.de/Foerderkonzept.971.0.html .
1. Zur schulorganisatorischen Umsetzung
Als schulorganisatorische Voraussetzungen für die Umsetzung des Förderkonzeptes wurden folgende Schwerpunkte im Förderkonzept formuliert:
1. Bildung von Klassenleitungsteams in den Klassenstufen: Die Klassenleitungsteams wurden auf freiwilliger Basis gebildet. In der Evaluation zum neu eingeführten 60-Minuten-Unterrichtstakt bescheinigen im freien Antwortteil einige Lehrerinnen und Lehrer, dass die Ausweitung solcher Klassenleitungsteams dringend nötig ist, um die Präsenz der Klassenleitung in einer größeren Anzahl von Stunden zu erhöhen und um flexibler auf die Anforderungen an die Klassenleitung reagieren zu können.
2. Einrichtung von Blockunterricht: Blockunterricht wurde in verschiedenen Klassenstufen und Unterrichtsfächern eingerichtet, wie z.B. in Mathematik in Kl. 8 und 10, in D in Kl.9 und in E in Kl. 7. Die Nutzung dieser Stunden für differenzierenden Unterricht wurde durch den für den Stundenplan verantwortlichen stellvertretenden Schulleiter bereits auf der vorletzten Lehrerkonferenz angemahnt. Seine Nutzung und Effektivität wird noch evaluiert.
3. Einrichtung von einem Fachtag pro Schuljahr mindestens in den Hauptfächern: Um Fachtage durchführen zu können, bedarf es einer gezielten und mittelfristigen Vorbereitung vor allem an geeigneten Materialien. So wurden auf den letzten zwei Schulentwicklungstagen von den Fachschaften Mathematik, Deutsch und Englisch jeweils Workshops gebildet, um geeignetes Material zu erarbeiten. Nähere Informationen zu den Schulentwicklungstagen kann man finden unter: www.gymnasium-schwarzenbek.de SCHEW-Tage.958.0.html .
Derart wurden für Mathematik, Deutsch und Englisch jeweils drei Fachtage erarbeitet. In Mathematik wurden bereits Fachtage in den Kl. 5 und 10 durchgeführt; eine Wiederholung des Fachtages in der Klassenstufe 5 zum Ende dieses Schuljahres ist geplant. Die Fachtage in Deutsch und Englisch werden z.Zt. vorbereitet.
4. SCHILF und kontinuierliche Lehrerfortbildung: Laut Beschluss der Schulkonferenz wurde in jedem der letzten drei Schulhalbjahre ein Schulentwicklungstag durchgeführt. Dabei war zum einen die schulinterne Lehrerfortbildung Ziel des Tages, aber auch die Umsetzung in konkrete Erarbeitungen an unserer Schule. Des Weiteren wurden an unserer Schule schulinterne Fortbildungen zur „ADHS“, „Legasthenie“, zum „Ausbildungskonzept und seiner Evaluation“, zum „Gymnasium der Zukunft ...“ sowie zum Thema „Lernen fördern – Lehrer entlasten“ durchgeführt. Vor allem letzte Veranstaltung, durchgeführt am 23. 04. 09 mit Herrn Dr. Klippert, wurde als landesweite Fortbildung stark beachtet und setzte Impulse für die Unterrichtsentwicklung im Sinne des Fördergedankens.
5. jährliche Erfassung des Bedarfs an DaZ-Förderung: Diese Erfassung wurde von den Stufenleitungen geleistet.
6. Gestaltung von Lernateliers als räumliche und technische Rahmenbedingungen für optimale Förderung: Die Lernateliers sind weiter ausgestaltet worden. Dies geschah u.a. in einem Projekt „Schüler bauen Möbel“, für das Drittmittel eingeworben wurden. Nähere Informationen dazu findet man unter www.gymnasium-schwarzenbek.de/Schueler-bauen-Moebe.698.0.html. Die multimediale Nutzung der Lernateliers wird durch die Anschaffung eines Notebooktools bestehend aus 16 Notebooks aus Mitteln des Fördervereins unserer Schule weiter verbessert. Diese Realisierung ist bis zum Schuljahresende vorgesehen. Für weitere Ausgestaltungsmaßnahmen sind finanzielle Mittel erforderlich.
2. Zur unterrichtlichen Umsetzung
Als unterrichtliche Voraussetzungen wurden im Förderkonzept folgende Schwerpunkte formuliert:
1) Binnendifferenzierung: Binnendifferenzierende Maßnahmen und deren Bedeutung wurden von der Schulleitung mehrfach in Lehrerkonferenzen erläutert und in Unterrichtshospitationen wiederholt thematisiert.
2) Motivationssteigerung durch sinnstiftende Lernanlässe: Bei den o.g. Unterrichtsbesuchen der Schulleitung wurde ebenso die Erarbeitung mit Hilfe sinnstiftender Lernanlässe betont und entsprechend thematisiert.
3) Reflexive Koedukation: Für die reflexive Koedukation wurde durch Blockung entsprechender Klassen die Möglichkeit geschaffen, jedoch ist aufgrund der gegenwärtigen Klassensituationen kein Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht worden.
3. Zur Sozial- und Selbstkompetenz
3.1 Zur Sozial- und Selbstkompetenzentwicklung in der Orientierungsstufe
Im Förderkonzept wurden folgende Schwerpunkte genannt:
- Lerntypentest: Ein solcher Test wurde auf einem Schulentwicklungstag in einem Workshop unter Leitung der Stufenleiter der Orientierungs- und der Sekundarstufe I erarbeitet und in diesem Schuljahr erstmals in den 5. Klassen eingesetzt.
- Soziale Integration: Zu Beginn des Schuljahres wurden in allen Klassen verbindliche Klassenregeln entwickelt. Der Klassenrat wurde sowohl allen Lehrkräften, als auch auf dem Schülerparlament allen Klassensprechern bekannt gemacht. Es wurde von der erweiterten Schulleitung eine Anleitung für die Bildung und Durchführung von Klassenräten formuliert und an die betreffenden Personen (Lehrkräfte und Schüler) weitergegeben.
- Gewaltfreie Problemlösestrategien: Die Konfliktlotsen arbeiten erfolgreich an der Schule. Für ihre Anleitung erhalten die betreuenden Lehrkräfte jeweils eine Entlastungsstunde aus dem Innovationspool. Für die Ausbildung der Konfliktslotsen durch die ausgebildeten Lehrkräfte wurden bzw. werden entsprechende Zeiten zum Ende eines jeweiligen Schuljahres vorgesehen. Die Konfliktlotsen nutzen auch die Integrationsfreizeiten, um die Arbeit der Konfliktlotsen in den neuen Klassen bekannt zu machen und um gewaltfreie Problemlösestrategien mit den Schülern der neuen 5. Klassen zu thematisieren und zu trainieren.
- Integrationsfreizeiten: Die Integrationsfreizeiten wurden zu Beginn des Schuljahres in Mölln durchgeführt. Die Organisation wurde von Stufenleiter geleistet, die Durchführung von den Klassenleitungsteams. Die soziale Integration der neuen Schülerinnen und Schüler wurde erheblich gestärkt.
- Defending-Kurs: Es wurde ein Defending-Kurs angeboten und realisiert. Dieser Kurs wurde in Kooperation mit dem „Defending-Team Hamburg“ durchgeführt. Der Elterninformationsabend fand am 26.11.08 statt. Die Organisation wurde vom Stufenleiter und der Koordinatorin für die Offene Ganztagsschule geleistet.
- Drogen- und Suchtprävention I: In Zusammenarbeit mit der Alkohol- und Drogenberatungsstelle des Kreises Herzogtum Lauenburg wurden in allen 6. Klassen Drogen- und Suchtpräventionskurse vor allem zu den Aspekten Spielsucht und süchtiges Verhalten durchgeführt inkl. entsprechender Schüler- und Elternsprechstunden bzw. Elternabende. Das Elternseminar „Einführung in den Suchtbegriff“ wurde in Zusammenarbeit mit Frau Fischer-Kiefer von der Alkohol- und Drogenberatungsstelle am 12.02.09 durchgeführt. Die Fortführung dieser Elternseminare ist geplant.
3.2 Zur Sozial- und Selbstkompetenzentwicklung in der Sekundarstufe I - Kl. 7/8
- Soziale Integration: Durch die o.g. Einführung des Klassenrates auch in der Sek. I wurde zur selbstbestimmten Integration der Klassen erheblich beigetragen.
- Erlebnispäd. Klassenfahrten: In diesem Schuljahr wurden die Klassenfahrten der 8. Klassen mit einem erlebnispädagogischen Konzept realisiert und durchgeführt. Die Organisation wurde vom Stufenleiter geleistet. Der gruppendynamische Erfolg dieser erlebnispädagogischen Fahrten führte dazu, dass ein Teil der neuen 8. Klassen im nächsten Jahr nicht nur das gleiche Konzept wiederholen, sondern es um das Element des Campings bereichern wollen. Die Realisierung der erlebnispädagogischen Klassenfahrten erfolgt zusammen mit den Erlebnispädagogen von „Erlebnistage Harz .e.V.“ als Kooperationspartner.
- Förderung von Konzentration durch reflexive Koedukation: s.o.
- Sozialpäd. Fachtage zu Sexualität, Geschlechterrollen u.ä.: Die sozialpädagogischen Klassentagungen wurden allen 7. Klassen auf freiwilliger Basis angeboten. Zwei Klassen (7a im Dez. 08 in Geesthacht und 7b im Nov. 08 in Mölln) haben solche Klassentagungen erfolgreich zu Beginn des Schuljahres 08/09 durchgeführt. Diese wurden von der schulfachlichen Koordination organisiert und in Zusammenarbeit mit den Sozialpädagogen am Jugendpfarramt der Nordelbischen Kirche realisiert. Mindestens eine weitere 7. Klasse (7c) wird eine sozialpädagogische Klassentagung noch bis zum Ende des Schuljahres durchführen (voraussichtlich Juni 09).
- Drogen- und Suchtprävention II: In Zusammenarbeit mit der Alkohol- und Drogenberatungsstelle des Kreises Herzogtum Lauenburg wurden in allen 8. Klassen Drogen- und Suchtpräventionskurse vor allem zu den Aspekten Drogen und suchtauslösende Problemstrukturen durchgeführt inkl. entsprechender Schüler- und Elternsprechstunden bzw. Elternabende. Das Elternseminar „Einführung in den Suchtbegriff“ wurde in Zusammenarbeit mit Frau Fischer-Kiefer von der Alkohol- und Drogenberatungsstelle am 12.02.09 durchgeführt. Die Fortführung dieser Elternseminare ist geplant. Über diese im Förderkonzept festgelegte Maßnahme hinaus, wird am 14.05.09 für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 – 9 das Theaterstück „Mobbing und Cyberbulling“ in unserer Schule aufgeführt und Anlass für folgende Diskussionen in den Klassen sein. Des Weiteren wird im Juni 09 in der Klase 10b ein Fachtag im Fach Biologie zum Thema „Körperliche Gefahren durch Suchtmittel“ durchgeführt, der in Form von „Lernen durch Lehren“ in allen 7. Klassen seine fortsetzende multiplikative Wirkung findet.
- Des Weiteren wurde auf Beschluss der Lehrerkonferenz je ein Schülersprechtag pro Halbjahr mit allen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I durchgeführt. Im Verlaufe dieses Schülersprechtages absolvierte jeder Schüler zwei bis fünf Beratungsgespräche, die ihm zugeteilt wurden und auf die er sich mit Hilfe von Fragen bzw. eines eigens entwickelten Selbstreflexionsbogens vorbereiten musste. Die benötigte Beratungskompetenz auf Seiten der Lehrkräfte war Ziel eines vorbereitenden Workshops an einem Schulentwicklungstag. Die Evaluation des ersten Schülersprechtages führte zur Bestätigung des Modells an unserer Schule und zu Verbesserungsvorschlägen.
3.3 Zur Sozial- und Selbstkompetenzentwicklung in der Sekundarstufe I – Kl. 9/10
Im Förderkonzept wurden folgende Schwerpunkte formuliert:
- Übernahme bestimmter, regelmäßiger Aufgaben (Sozialdienst): Diese Sozialdienste wurden einerseits als Ordnungsdienste im und um das Schulgebäude nach einem festgelegten Plan eingeführt und realisiert. Zum anderen wurden sie auf freiwilliger Basis realisiert. So sind Sozialdienste zur Unterstützung der Fortbildungsveranstaltungen, bei der Vorbereitung des Schulballs 2008 und des folgenden Schulballs 2009 oder beim Ausgestalten der Schule von Schülergruppen übernommen worden.
- BIZ: In Zusammenarbeit mit Vertretern des BIZ wurden den Schülern des 9. Jahrgangs Berufsberatungsveranstaltungen angeboten und mit ihnen durchgeführt. Außerdem wurden die Berufs- und Studienmessen in Schwarzenbek mit den Kl. 10 und dem 12. Jahrgang besucht.
- Betriebspraktikum: In der 9. Klasse wird seit dem Schuljahr 2007/08 an unserer Schule das einwöchige Betriebspraktikum durchgeführt, an dem sich alle Schüler der 9. Klassen beteiligen. Eine Verlängerung in den nachfolgenden Osterferien ist möglich. Der Praktikumsbericht wird als schriftliche Leistung bewertet.
- Bewerbungstraining: Mit allen Schülerinnen und Schülern der 9. und 12. Klassen erfolgt ein jeweils eintägiges Bewerbungstraining. Die 9. Klassen realisieren dies in Zusammenarbeit mit der Barmer Gesundheitskasse und der Volks- und Raiffeisenbank, die 12. Klassen absolvieren dies in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse.
4. Zur Methodenkompetenz
4.1 Zur Methodenkompetenzentwicklung in der Orientierungsstufe
Im Förderkonzept wurden folgende Schwerpunkte formuliert:
- Methodencurriculum I: Das Methodencurriculum I wurde an mehreren Schulentwicklungstagen in Workshops unter Leitung der Stufenleiter der Orientierungsstufe und der Sekundarstufe I erarbeitet. Es umfasst die Methodenbausteine, „Mein Arbeitsplatz“, „Meine Schultasche“, „Vokabeln lernen“, „Mappenführung“, „Hausaufgaben“ und „Einführung in Arbeit mit dem Computer und mit dem Computernetzwerk unserer Schule“. Die Methodenbausteine wurden in den 5. Klassen entsprechend dem festgelegten Plan des Methodencurriculums behandelt. Dabei sind die betreffenden Fachlehrkräfte für die Durchführung verantwortlich. Die Durchführung wird von den Stufenleitern kontrolliert.
- Rhetorik-Förderung: Die Förderung der Rhetorik und der darstellenden Kompetenzen erfolgt in der Orientierungsstufe durch verschiedene Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler können sich zum einen an der englischsprachigen Theater-Gruppe beteiligen (Näheres siehe: www.gymnasium-schwarzenbek.de/Englisch-Theater-AG.869.0.html), die bereits bei mehreren Vorstellungen, wie z.B. am 29.01.09 mit dem Stück „Strange Neighbours with long Teeth“ auftrat, zum anderen aber auch innerhalb der Projektwoche in einer der darstellenden Projektgruppen unter Leitung der betreuenden Lehrkraft arbeiten(z.B. Projekt „Wir inszenieren für andere“ oder „Kurz und komisch“). Zum dritten können Schülerinnen und Schüler innerhalb der Offenen Ganztagsschule an Kursen „O-Tell-O Darstellende Kunst“ und „Englisch – freies Sprechen“ teilnehmen.
4.2 Zur Methodenkompetenzentwicklung in der Sekundarstufe I
Im Förderkonzept wurden folgende Schwerpunkte formuliert:
- Methodencurriculum II: Am letzten Schulentwicklungstag wurde unter Leitung des Mittelstufenleiters begonnen, Methodenbausteine des Methodencurriculums II zu erstellen. So wurde z.B. der Baustein „Erstellen und Arbeiten mit Mind Maps“ bearbeitet. Weitere Methodenbausteine zu dem Aspekten „Gedächtnis“ und „Referate und Präsentationen“ werden auf dem folgenden Schulentwicklungstag erarbeitet.
- IKTG: Die Informations- und Kommunikationstechnische Grundbildung wurde nach einem von der Schulkonferenz beschlossenen Konzept in allen 8. Klassen durchgeführt. Nähere Informationen zum Konzept und zu einem Beispiel der allgemeinen Einführungsphase kann man finden unter www.gymnasium-schwarzenbek.de IKTG.789.0.html. Die Organisation wurde vom Stufenleiter geleistet, die Durchführung von verschiedenen Teams aus jeweils mindestens drei Fachlehrerinnen und Fachlehrern gestaltet. In der Projektphase wurden verschiedene Fächer einbezogen, wie z.B. Biologie, Erdkunde, Deutsch, Physik, Englisch und Französisch.
- Sozialpäd. Fachtage: s.o.
- Rhetorik-Förderung: Die Förderung der Rhetorik und der darstellenden Kompetenzen erfolgt in der Mittelstufe durch verschiedene Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler können sich zum einen an der englischsprachigen Theater-Gruppe beteiligen (s.o.), zum anderen aber auch innerhalb der Projektwoche in einer der darstellenden Projektgruppen arbeiten (s.o.). Zum dritten wird den Schülern innerhalb der Offene Ganztagsschule die Möglichkeit geboten, innerhalb der Kurse „Debating Club“, „Französische Konversation“ oder „O-Tell-O Darstellende Kunst“ ihre rhetorischen Fähigkeiten zu schulen.
- Förderung des Experimentes als Lern- und Forschungsmethode in den Naturwissenschaften: Durch Einführung des neuen 60 Minuten-Unterrichtstaktes wurden die Möglichkeiten des Schülerexperimentes im Unterricht in originärer Weise gestärkt. Diese Möglichkeit wird in Chemie, Physik und Biologie gleichermaßen stark genutzt. Des Weiteren werden in der Projektwoche 2009 sowohl ein Chemiepraktikum (ab Kl. 9) als auch drei praktisch physikalische Projekte mit ca. 60 Schülerinnen und Schülern durchgeführt, die das naturwissenschaftliche Experiment als Lernmethode weiter stärken.
5. Zur Sachkompetenz
Im Förderkonzept wurden folgende Schwerpunkte formuliert:
- LRS-Förderung: Im vergangenen Schuljahr wurde eigens zur LRS-Förderung eine Schülergruppe unter Leitung einer Lehrkraft gebildet. Die Förderung wurde wöchentlich durchgeführt. In diesem Schuljahr ist die LRS-Förderung integraler Bestandteil des Vertieften Unterrichtes Deutsch I. Vertiefter Unterricht ist ein klassenübergreifender Kursunterricht, der von ausgewählten Lehrkräften unterrichtet wird. Der Bedarf und die Verteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgt nach Absprache mit den Fachlehrkräften durch die Stufenleitung.
- Dyskalkulie-Förderung: Diese Förderung ist integraler Bestandteil des Vertieften Unterrichtes Mathematik I.
- DaZ-Förderung: Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule wurde ein Kurs zur DaZ-Förderung eingerichtet, der 12 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 umfasst. Der Kurs findet wöchentlich statt.
- Förderung von besonderen Begabungen durch das Enrichment-Programm: Unsere Schule nimmt als Stützpunktschule am regional organisierten Enrichment-Programm im süd-östlichen Raum Schleswig-Holsteins teil. Das Enrichment-Programm umfasst ca. 10 Kurse verschiedener Fachrichtungen. Die Kurse werden durch den Enrichment-Koordinator zusammengestellt. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden von den Klassenkonferenzen jeweils zu den Zeugnisterminen beschlossen. Des Weiteren erfolgt eine Begabtenförderung in den Kursen Deutsch II, Mathematik II und Englisch II im Rahmen des Vertiefenden Unterrichts. Diese Kurse arbeiten auf vertiefendem Niveau und richten sich an sogenannte „Leichtlernen“ dieser Fächer.
- Förderung durch HA-Betreuung: Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule wird durch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe eine regelmäßige Betreuung der Hausaufgabenanfertigung in der Schule im Anschluss an den Unterricht und eine Mittagspause angeboten.
6. Zu den Anforderungen
Im Förderkonzept werden einige Forderungen formuliert, von denen der Erfolg und die Nachhaltigkeit des Förderkonzeptes hochgradig abhängen. Insbesondere wird über die vom Ministerium hinausgehende Förderung formuliert:
I. Die beschriebene schulorganisatorische Gestaltung ist durch die Bereitstellung von 20 Unterrichtswochenstunden ab dem Schuljahr 2008 / 09, d.h. je einer Unterrichtswochenstunde in allen Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 8 für die Methodenarbeit, die Individualdiagnostik der Lerntypen und –strategien und für die individuelle Beratung zur Gestaltung des Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. ...
II. Um die Nachhaltigkeit der Fördermaßnahmen zu gewährleisten, ist Supervision im Umfang von 12 Stunden für Schulleitung und Lehrkräfte notwendig.
III. Optimale Förderung bedarf räumlicher und technischer Voraussetzungen, die im Lernatelier gegeben wären. Zur Gestaltung von zwei Lernateliers werden jeweils 20 000 Euro benötigt.
Die o.g. Forderungen sind unabdingbar für den mittelfristigen Erfolg. Die mit großem Einsatz erreichten Ergebnisse bedürfen einer vertiefenden Festigung in einer zweiten Phase der Realisierung des Förderkonzeptes. Dabei gilt es, die gesammelten Erfahrungen zu evaluieren und in professionellem Rahmen weitere Fördermaßnahmen zu implementieren. Dazu ist die Unterstützung durch Expertise und durch das Ministerium in o.g. Weise unabdingbar.
7. Fazit
Im Förderkonzept wird formuliert: „Die Realisierung des Förderkonzeptes bedingt eine innere Einstellung der Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Schwarzenbek, die Förderung und Forderung gleichermaßen anerkennt und der Beachtung der Individualgenese starken Nachdruck verleiht. Um die Ressourcen optimal zu nutzen und zu erweitern, muss die Fachschaftsarbeit und die Nutzung des Stundenplans als Instrument der Schulentwicklung gefördert werden, z.B. durch externe Fortbildungsveranstaltungen. Die Nachhaltigkeit wird insbesondere dadurch garantiert, dass sich Synergie-Effekte aus der optimierten Schulorganisation und Unterrichtsentwicklung ergeben.“
Auf dem Weg dieser Einstellungsbildung sind die Schulleitung und die Lehrkräfte nach eigener Einschätzung vorangekommen. Dazu haben diverse thematische Bearbeitungen des Förderparadigmas auf Schulentwicklungstagen und Lehrerkonferenzen beigetragen. Dieser Prozess verläuft naturgegebener Weise kontrovers, aber auch zielorientiert.
Das Förderkonzept mit seinen schulorganisatorischen, seinen unterrichtlichen und kursorisch ergänzenden Bestandteilen stellt eine Entwicklung dar, die als mittelfristiger Prozess zu stärkerer Schülerorientierung in der Unterrichtsgestaltung und zu mehr Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern führt.
Die dargestellten vielfältigen Maßnahmen bilden ein tragfähiges Fundamentum. Ein weiterer quantitativer und qualitativer Ausbau ist sinnvoll und nötig, um die Nachhaltigkeit zu steigern. Dafür sind weitere Ressourcen unabdingbare Vorraussetzung.