IKTG - Konzept

Die IKTG findet in zwei Phasen, der Schulungs- und der Projektphase, statt.

In der Schulungsphase
- werden die Schüler/innen in die Nutzung der Schul-Computeranlage eingeführt,
- werden sie systematisch gemäß einem schulinternen "Rahmenplan" (s. Anlage) in der Verwendung von (Office-) Software geschult,
- erhalten sie eine Einweisung in sinnvolle, zielgerichtete Internetnutzung
- üben sie sich darin, Internet-Inhalte auf ihre Qualität und Vertrauenswürdigkeit hin zu beurteilen        
- und lernen darüber hinaus den Umgang mit weiterer Software, soweit diese für das geplante Projekt verwendet werden soll (Grafik-Software, Unterrichtssoftware u.ä.)

Bereits während dieser Schulungsphase soll auf die Projektthemen hingearbeitet werden.
Die Schulungsphase dient auch dazu, dass die Fachlehrer, die das eigentliche Projekt planen und durchführen, zwar verantwortlich für die unterrichtsbezogene inhaltliche Betreuung sind, nicht aber spezielle Kenntnisse der Software und Hardware haben müssen.

In der Projektphase
wird ein fächerübergreifendes Thema mit Bezug zum Lernstoff der Klassenstufe bearbeitet. Dabei werden die Kenntnisse aus der Schulungsphase zur Anwendung gebracht.
Mindestens zwei Fachlehrer der Klasse stellen das Projektthema und betreuen die Klasse in der Projektphase. Ein solches Projektthema soll geeignet sein, in arbeitsteiligen Gruppen über einen Zeitraum von zwei bis drei Tagen von den Schülern weitgehend selbstständig bearbeitet zu werden. Es ist produktorientiert, was der Klasse bereits zu Anfang verdeutlicht werden muss. Dieses Arbeitsergebnis wird zum Abschluss der Projektphase präsentiert (Wandzeitung, Ausstellung an Stellwänden, Veröffentlichung im Intranet oder auf der Homepage). Die Darstellung der Ergebnisse kann auch in einem größerem Rahmen (Schulfest, Tag der offenen Tür o.ä.) stattfinden.

Methodische Überlegungen

Aufgrund der unterschiedlichen Vorkenntnisse der Schüler muss auf Binnendifferenzierung verstärkt Wert gelegt werden. Diese Vorkenntnisse müssen rechtzeitig ermittelt werden, um sie im Unterricht zu nutzen.

Team-Teaching muss in bestimmten IKTG-Phasen fest eingeplant werden, um die Binnendifferenzierung effektiv umzusetzen. Zugleich wird der einzelne Lehrende durch die Zusammenarbeit entlastet, aber auch stärker in seinen didaktischen Gewohnheiten und Verhaltensweisen kollegial supervidiert. Auch die Präsentation sollte vor allen beteiligten Lehrkräften stattfinden, auch um der Klasse die Wertschätzung und Besonderheit ihres Projekts zum Ausdruck zu bringen.
 

Organisation

In den ersten Wochen eines Schuljahres beruft die Schulleitung für jede 8. Klasse eine Klassen- konferenz ein, auf der über die konkrete (Termin-) Planung und Durchführung eines geeigneten Projektes beraten wird. Es bietet sich an, diese Beratung in Zusammenhang mit den Planungen zum fächerübergreifenden Unterricht durchzuführen.

Die Schulungsphase findet an zwei Tagen (Mi/Do) statt. Sie wird von geeigneten Lehrkräften, die nicht unbedingt in dieser Klasse tätig sein müssen, geleitet.

Die Projektphase findet an drei Tagen (Fr, Mo, Di) statt. Sie wird von Fachlehrern der Klasse geleitet, die nicht unbedingt ausgereifte Computerkenntnisse besitzen müssen.
Auch während der Projektphase stehen fachkundige Lehrer stundenweise zur technischen Beratung und Hilfestellung bereit, nur sind sie nicht ständig anwesend.

Zur engeren Abstimmung und Planung findet ein Treffen aller beteiligten Lehrkräfte der Klasse und des Stufenleiters mindestens drei Wochen vor Beginn der IKTG- Einheit statt, so dass alle beteiligten Lehrkräfte informiert sind, was in allen IKTG-Stunden stattfindet. So kann eine größtmögliche Flexibilität und Binnendifferenzierung erreicht werden. 

In beiden Phasen wird täglich 6 Unterrichtsstunden gearbeitet. Eine Reduzierung auf 5 Stunden ist ggf. möglich.

In der Projektphase ist eine ständige Arbeit am Computer nicht notwendig. Auch Bibliothek oder Unterrichtsräume stehen zur Verfügung, um den Schwerpunkt der Intensität von der Form in Richtung Inhalt zu verschieben.

Die betreffenden Lehrkräfte werden für die Schulungs- bzw. Projektphase vom eigenen Unterricht nach Absprache freigestellt. Der das Projekt betreuende Lehrer kann während der Schulungsphase ebenfalls stundenweise anwesend sein, um sich einen Eindruck von den zunehmenden Kenntnissen seiner Klasse zu verschaffen.
Jede 8. Klasse evaluiert mit einem standardisierten Fragenbogen ihre IKTG.
Nach Abschluss der IKTG aller 8. Klassen treffen sich die beteiligten Lehrer zu einer Besprechung, um das Konzept zu evaluieren.
Das gesamte Klassenkollegium wird nach Abschluss der Woche über den Methodenzuwachs der Klasse informiert, so dass in allen Unterrichtsfächern auf die neu erworbenen Fähigkeiten zurückgegriffen werden kann. Dieses ist ausdrücklich erwünscht.
Aufgabenstellungen und Ergebnisse vorangegangener IKTG-Projekte sowie sämtliche Vorlagen (Fragebogen etc.) werden in einem Ordner im Lehrerzimmer bzw. auf der Homepage archiviert / abgeheftet und in einem nur Lehrern zugänglichen Ordner im Schulnetzwerk gespeichert.
Im Computerraum hat eine geplante IKTG-Einheit Vorrang vor anderen Belegungen, eine Ausnahme bildet der Informatik-Unterricht in der Oberstufe, der in jedem Fall in einem der beiden Fachräume stattfinden muss.