Schulprogramm

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Präambel

Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern unserer Schule haben dieses Schulprogramm gemeinsam entwickelt. Es  dient als Leitfaden, dem sich alle Gruppen unserer Schule in ihrer Arbeit verpflichtet fühlen und dessen Werte und Ziele von allen anerkannt werden.

Qualitätsentwicklung

Unser Gymnasium ist eine Institution, in der Unterrichtsinhalte wie –formen ständig weiterentwickelt werden und die dadurch die Freude am Lernen unterstützen und fördern möchte. Grundlage sind die bereits vorgegebenen und in den Fachkonferenzen noch weiter zu entwickelnden Bildungsstandards in den Fächern Deutsch, Mathematik und 1. Fremdsprache. Auf deren Grundlage sollen auch die anderen Fächer schulinterne Standards entwickeln.
Unsere grundlegenden Ziele sind:

Der bilinguale Zweig ist fester Bestandteil unseres Schulprofils und wird einzügig ab Klasse 7 in allen Klassen- und Jahrgangsstufen bei ausreichender Teilnehmerzahl eingerichtet.
Neben dem rein fachlichen Lernen wollen wir auch das soziale Lernen fördern. Hier wie in den anderen Bereichen des Schullebens ist der konstruktive und offene Austausch zwischen Schule und Elternhaus von großer Wichtigkeit.

Auseinandersetzung mit Europa

Das Gymnasium Schwarzenbek ist eine Europaschule. Daraus erwächst besonders für die Lehrer- und Schülerschaft aber auch für die Eltern unserer Schüler die Selbstverpflichtung, den europäischen Einigungsgedanken nach innen und nach außen zu vertreten und zu fördern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den anderen Europaschulen Schleswig-Holsteins und der Europastadt Schwarzenbek als Schulträger.

In der vertiefenden Auseinandersetzung mit Themen zu Europa innerhalb und außerhalb des Unterrichts vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern ein größeres Verständnis für die soziokulturelle wie wirtschaftliche Vielfalt Europas. Gleichzeitig wollen wir damit bei ihnen die notwendige Bereitschaft zur Toleranz  gegenüber „fremden“ Kulturen, Sitten und Gebräuchen fördern und somit einen erzieherischen Beitrag zur Konfliktbewältigung innerhalb Europas und darüber hinaus leisten.

Diese Ziele können erreicht werden durch:

o Pflege und Ausbau von Schulpartnerschaften und anderen Austauschprogrammen
o Durchführung von Begegnungsfahrten
o Förderung von Auslandspraktika und längerfristigen Auslandsaufenthalten
o Austausch von Lehrkräften (z.B. „poste pour poste“)
o Aufnahme von Lehrkräften aus anderen Staaten der EU
o Einsatz von Fremdsprachenassistenten/innen
o Ausbau von Internetkontakten mit europäischen Partnerschulen
o Sicherung eines möglichst breiten Fremdsprachenangebotes auch in Form    von Arbeitsgemeinschaften mit qualifizierten Abschlüssen (DELF, Cambridge)
o  Implementierung des bilingualen Zweiges möglichst bis in die Oberstufe mit entsprechendem Nachweis für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler
o Teilnahme an europäischen Wettbewerben und supranationalen Projekten

Unterrichtsgestaltung

Durch mehr Mitgestaltung am Unterricht und durch ausserunterrichtliche Aktivitäten sollen die Schülerinnen und Schüler dahin geführt werden, sich stärker mit ihrer Schule zu identifizieren und somit mehr Freude am Lernen zu entwickeln. Deshalb steht ihnen die Schule für eigenverantwortlich organisierte Aktivitäten auch nach der regulären Unterrichtszeit offen.

Leistungsdefizite werden in Lernplänen auf allen Ebenen der Sek.I  erfasst. In Absprache mit den Fachlehrern, Eltern und Schülern werden zum Abbau der Defizite die Zielvorgaben und die Methoden zu deren Erreichung definiert und zu einem festgelegten Zeitpunkt überprüft. Ebenso werden von uns Lernpläne für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erstellt.

Zu Beginn des neuen Schuljahres legt das Lehrerkollegium bzw. die Konferenz der Fachleiter fest, welcher fächerübergreifende Unterricht in welchen Jahrgängen angeboten wird. Die fächerübergreifende sowie fachspezifische Projektarbeit soll verstärkt Eingang in den Unterricht finden und mit einem konkreten Ergebnis enden, das der Schulöffentlichkeit präsentiert wird. Komplexere Projektthemen können in sinnvoller Weise auch zu außerunterrichtlichen Zeiten fortgeführt werden.

Darüber hinaus führt unsere Schule einmal im Jahr eine Propjektwoche, Projekttage oder andere Schulveranstaltungen durch.

Die Schülervertretung ihrerseits organisiert innerhalb des Schuljahres verschiedene Aktivitäten für die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen in eigener Verantwortung. Sie wird dabei von Eltern und Lehrern unterstützt.

Die Beziehungen zur Wirtschaft sollten bereits in der Mittelstufe geknüpft werden. Es finden schon frühzeitig Betriebsbesichtigungen statt, damit die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig einen Einblick in die Berufswelt erhalten und dadurch durch unsere Schule aktiv in dem Berufsfindungsprozess unterstützt werden.

Hervorragende Leistungen von Schülerinnen und Schülern zur Förderung der Gemeinschaft sowie der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen innerhalb und außerhalb des Unterrichts werden ihnen zum Ende des Schuljahres gesondert bescheinigt. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Eltern-, Lehrer-und Schülervertretern stellt Bewertungskriterien für die Anerkennung besonderer Leistungen und Qualifikationen auf und entscheidet über die auszuzeichnenden Schülerinnen und Schüler. Zur Stärkung des interaktiven und sozialen Verhaltens unserer Schülerinnen und Schüler werden entsprechende Unterrichtsformen mehr als bisher entwickelt. Dies geschieht vorrangig in den Fachschaften.

Schulklima

Im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit der am Schulleben beteiligten Gruppen ist es uns wichtig, dass an unserer Schule ein Klima gegenseitigen Vertrauens herrscht. Dieses Klima kann nur erreicht und gewahrt werden, wenn ein Wertekatalog von der Schulgemeinschaft getragen wird.

Zu diesem Wertekatalog gehören nach unserem Verständnis u.a.:

Zur Erreichung dieser Ziele sind ein ständiger und offener Informationsfluss sowie ein regelmäßiger Gedankenaustausch zwischen Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft sowie Schulleitung notwendig. Die verschiedenen Gremien der Schule bieten dazu ausreichend Gelegenheit. Besonders der regelmäßige und offene Austausch zwischen Schule und Elternhaus ist wichtig, damit beide Seiten ihrem gemeinsamen Erziehungsauftrag zur Förderung der Schülerinnen und Schüler gerecht werden können. Somit fördern wir gemeinsam die gesunde seelische und körperliche Entwicklung der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler.

Im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessengruppen kommt es zwangsläufig zu Konflikten, zu deren Lösung die notwendige Toleranz und Bereitschaft aller Betroffener vorausgesetzt wird.
In solchen Situationen werden die schon etablierten Ansprechpartner - Verbindungslehrer, Klassenlehrer, Elternvertreter, Schülervertreter, Klassensprecher, Arbeitsgruppen zu Gewalt- und Suchtproblematik - verstärkt einbezogen.
Mit dem „Konfliktlotsen-Modell“ unserer Schule fördern wir in diesem Zusammenhang die Eigenkompetenzen innerhalb der Schülerschaft.
Durch das Aufstellen eines Verhaltenskodexes sollen sich mittelfristig unsere Schülerinnen und Schüler selber verpflichten, bestimmte Normen im Umgang miteinander, mit dem Kollegium und den Eltern, aber auch gegenüber den materiellen Einrichtungen unserer Schule zu übernehmen. Der „Verhaltenskodex“ wird dann die bisherige Schulordnung ersetzen.

Öffentlichkeitsarbeit

Das Gymnasium Schwarzenbek – Europaschule – informiert im Sinne der Transparenz regelmäßig nach innen und nach außen über seine Arbeit und stellt sich somit in der Öffentlichkeit dar.


Schwarzenbek, 03. November 2005

Schulleitung

Schuleternbeirat

Schülervertretung